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Bild: Überschrift Wurstmarkt 2006
   
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Der Michaelismarkt

Es begann alles als Wallfahrt

Die Ursprünge des heutigen Wurstmarkts liegen in den mittelalterlichen Wallfahrten zum St. Michaelsberg mit seiner, seit der Mitte des 12. Jh. bestehenden, Wallfahrtskapelle. Die Wallfahrten wurden immer am 29. September, dem Namenstag des Heiligen Michael, abgehalten. Die Wallfahrer wollten durch den Kauf von Ablassbriefen Vergebung für ihre Sünden erlangen. Bereits 1155 wird der "Monte sancti Michaelis" urkundlich erwähnt.

Durch die Vielzahl an Menschen wurden immer mehr Bauern und Winzer angezogen, die ihre Waren mit Schubkarren auf den Michaelsberg transportierten und dort vor allem Wein, Wurst und Brot anboten.

Es entsteht der Michaelismarkt als Kirchweihfest

Da sich auch immer mehr Händler, Gaukler und Musikanten einfanden, entstand ein reges Markttreiben. Die Geburtsstunde des Michaelismarktes datieren Historiker in das Jahr 1417. Als eines der ältesten Volksfeste erlangt der Markt schnell eine große wirtschaftliche Bedeutung. Im Jahr 1449 erlässt der Abt des Klosters Limburg eine erste Marktordnung und wandelt den Markt in ein öffentliches Kirchweihfest um.

Im 16. Jh. kamen bereits Händler aus der ganzen Pfalz. Angeboten wurden nicht nur Zuchttiere (Ochsen, Pferde, Schweine) und Früchte, sondern auch Woll- und Leinentuchhändler, Kessler, Kürschner, Weisgerber, Spengler, Sattler, Schuhmacher, Drechsler, Hutmacher, Eisenkrämer und andere Händler boten ihre Waren an.

Nach mehrmaligem Hin und Her wurde der Michaelsmarkt im Jahr 1577 endgültig vom Michaelsberg auf die darunter liegenden Brühlwiesen verlegt.

Die gestiegene wirtschaftliche Bedeutung und die mit dem Marktzoll verbundenen Einnahmen führten zu dauerhaften Streitereien zwischen dem Kloster Limburg und den Leininger Grafen. Deshalb wäre es sogar fast zu einer Verlegung des Festes nach Frankenthal gekommen. Zu Beginn des 17. Jh. kam es zu einer weiteren Blütezeit des Marktes. Ende des 18. Jahrhunderts dauerte das Markttreiben bereits 3 Tage (Sonntag, Montag, Dienstag).

Seit der französischen Revolution obliegt die Abhaltung des Marktes der Stadt Bad Dürkheim.

 
 
   
 
 
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