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Bild: Überschrift Wurstmarkt 2006
   
Dürkheimer Wurstmarkt
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Der Wurstmarkt

Wandlung zum Volksfest und zum Wurstmarkt

Während die Händler, z.B. Töpfer, Kübler, Geschirrhändler und Krämerläden an Bedeutung verloren, erlangten Vergnügungsangebote immer größere Bedeutung. Im Jahre 1830 gab es einen Zirkus, Feuerfresser, Kasperl-Theater, eine Reitschule und andere Schausteller sowie eine Vielzahl an Musikanten.

Im Jahr 1832 wird der Name "Wurstmarkt" erstmals behördlich erwähnt. Der Grund dafür war der beispiellose und enorme Wurstkonsum während des Festes.

1879 erschien zum erstenmal die Wurstmarktzeitung, in welcher bis 1981 Pfälzer Schriftsteller, Mundartdichter aber auch Maler und Graphiker den Wurstmarkt vor- und darstellten.

1882 entstand der "Nachmarkt", der sich zuerst auf den nachfolgenden Sonntag beschränkte. 1888 gab es ein Varieté-Theater, Photographen, Karussels, Ballwurf- und Schießbuden sowie Trinkhallen und Garküchen. Zu dieser Zeit war der Zirkus die Hauptattraktion des Wurstmarktes.

Der Wurstmarkt im 20. Jahrhundert

Erst in diesem Jahrhundert und zwar im Jahr 1910 verlegten die Veranstalter das Fest erstmalig auf das zweite und dritte Wochenende im September. "Amtlich" wurde dies erst 1913, als die königlich-bayerische Staatsregierung die endgültige Zustimmung zur Verlegung gegeben hatte. Gleichzeitig wurde der Vor- und Nachmarkt um den Samstag verlängert, so dass der Wurstmarkt jetzt 6 Tage dauerte. Im Jahr 1926 wurde der Wurstmarkt dann um einen weiterenTag verlängert, 1951 um den siebten Tag und 1965 um einen weiteren. Erst seit 1985 feiert Bad Dürkheim mit seinen Gästen aus aller Herren Länder sein "Fest der Feste" 9 Tage lang (der Vormarktfreitag kommt als Festtag hinzu).

Nach dem 2. Weltkrieg - währenddessen kein Wurstmarkt stattfand - wurde 1947 statt des Wurstmarktes ein Herbstfest gefeiert. 1948 gab es dann aufgrund des großen Fleischmangels keinen Wurstmarkt, sondern einen Fischmarkt. Es konnten nur mit Fisch belegte Brote und Fischwurst verkauft werden. Zudem stand jeder Besucherin und jedem Besucher gerade mal eine Flasche Wein zu. Die Einhaltung dieser Begrenzung wurde durch eine Kennkartenlochung sichergestellt. In diesem Jahr wurden 46.650 Flaschen Wein zu je 5 Reichsmark verkauft.

1949 fand dann der erste "reguläre" Nachkriegswurstmarkt statt. Der folgende wirtschaftliche Aufschwung ließ auch den Wurstmarkt boomen. Zwischen 1949 und 1958 verdoppelte sich der Weinkonsum nahezu auf 158.673 Liter.

Ab den 50er Jahren kamen eine Vielzahl von Fahrgeschäftsneuheiten auf den Wurstmarkt. Der "Rotor", Menschen kleben an der Wand (1955), "Düsenspirale", Bobbahn, 3-Stock-Autorennbahn und "Taifun" (1957), "Sputnik" mit einem Kranz von Weltraumkapseln, ein neues Super-Riesenrad und ein 6-Säulen-Autoskooter (1959) sind nur einige der damaligen Attraktionen, die in den 60er Jahren immer größer, höher und schneller wurden.

Im Jahr 1966 übersteigt der Weinkonsum erstmals die 200.000-Liter-Grenze. Jetzt ist es auch auf den Wurstmarktplakaten "amtlich". Der Wurstmarkt ist das größte Weinfest der Welt.

Als die "Schoppen-Olympiade" steht der Wurstmarkt 1972 im Mittelpunkt des Geschehens. 1973 erhält die Eröffnung eine neue Form. Historische Spielszenen beziehen sich auf die traditionellen Wurzeln des Wurstmarktes.

 
 
   
 
 
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